Pages

The Lost Crown

Spiele wie Myst haben heutzutage das Problem, dass sie kaum mehr gespielt, geschweige denn erst entwickelt werden. Einige Entwickler machen sich dennoch die Mühe und hoffen auf großartige Verkaufserfolge. Die bleiben in den allermeisten Fällen leider aus, wobei das der Qualität der Spiele keinen Abbruch tut. Eines dieser Beispiele ist The Lost Crown vom relativ unbekannten Entwickler Darkling Room.

Die Einführung verbreitet prompt die richtige Stimmung. Irgendwelche Experimente sind schiefgelaufen, da ist die Rede von einem Abgrund, von Wesen aus einer anderen Dimension. Bereits nach den ersten fünf Minuten wird klar, dass es sich bei The Lost Crown nicht um einen sonnigen Urlaub unter Palmen handeln wird. Sobald die ersten Spielminuten vergangen sind, ist deutlich, dass das Spiel eine Art klassischer Kriminalfall à la Edgar Wallace gemischt mit Grusel- und Geistergeschichten der Moderne sein will. Zur Story soll an dieser Stelle nicht allzu viel verraten werden, denn was ist eine gute Geschichte wert, wenn man die Rahmenhandlung bereits kennt?
Nur so viel sei verraten: Die Handlung spielt sich im englischen Städtchen Saxton ab, welches die Bezeichnung Idyll wahrlich verdient. Im weiten Umkreis gibt es niemanden außer den Bewohnern dieser verschlafenen Stadt und Nigel Danvers, den Protagonisten des Spiels.

In bester Myst-Manier werden die Spielszenen mit vorgefertigten Hintergründen präsentiert, mit denen der Spieler interagieren kann. Mal gibt es Gemälde zu begutachten, mal sind Hebel und Schalter dafür verantwortlich, dass man hinter des Rätsels Lösung kommt.
Dabei muss man aus hartem Holz geschnitzt sein, denn The Lost Crown ist ein Horror-Thriller allererster Güteklasse. Man muss natürlich ein Faible für derartige Spiele haben. Ist das jedoch vorhanden, steht einigen Tagen Gruselspaß nichts im Wege.