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Alan Wake

Dieses Spiel von den Entwicklern des auf dem PC überaus erfolgreichen Max Payne hat bereits einen langen Weg hinter sich, denn der Entwicklungsprozess begann im Jahr 2005. Fünf Jahre später erst sollte der Titel erscheinen, welcher wohl momentan das beste Adventure ist, welches noch an die „alten Zeiten“ von Myst & Co. anknüpfen kann. Natürlich wird inzwischen alles in einem modernen 3D-Gewand präsentiert, was aber über die Wurzeln des Spiels nicht hinwegtäuschen kann.

Schriftsteller Alan Wake leider unter Alpträumen und einer üblen Schreibblockade – äußerst unangenehm, wenn man sein Geld mit dem Schreiben von Horror-Romanen verdient. Um dem grauen Alltag zu entfliehen, von dem Alan glaubt, dass er ihm die letzte Kraft raubt, ziehen er und seine Frau Alice in das abgelegene Bright Falls. Die Ruhe ist nicht von allzu langer Dauer, denn nach einer mysteriösen Schlüsselübergabe verschwindet Alans Frau – und wenig später auch noch sein gesamtes Haus mitsamt der Insel, auf dem es stand.

Um Alan Wake wirklich zu genießen, sollte man es allein spielen. Nachts, Telefon und Handy auf lautlos und von der Außenwelt abgeschnitten. Dann kann das Spiel einen Sog entfalten, dem man so schnell nicht wieder entrinnen kann. Die zahlreichen Rätsel ganz nach Myst (nur eben ohne vorgefertigte Hintergründe) und Actioneinlagen halten sich die Waage, so dass Spieler beider Lager – die Denker und die Spieler der „Erst schießen, dann fragen“-Fraktion – auf ihre Kosten kommen.